maak.fischer

diplom medienberater

Sommersemester 2001

Auszug aus dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis der Medienberatung

LV: 0134L048

Internet-Colloquium:
Die Revision der NS-Film-Geschichtsschreibung

Mit dem Lockruf «Die Rückkehr der Aussetzigen» warnt Hans-Georg Rodek am 17. Oktober 2000 in der Tageszeitung «Die Welt» vor vier neuen Büchern, weil deren Autoren den Blick auf den NS-Film revidieren. Es handelt sich um folgende Titel:

  • Kurt Fricke: Spiel am Abgrund. Heinrich George, eine politische Biographie. Halle 2000
  • Friedrich Knilli: Ich war Jud Süß. Die Geschichte des Filmstars Ferdinand Marian. Henschel Verlag Berlin 2000
  • Rainer Rother: Leni Riefenstahl. Die Verführung des Talents. Henschel Verlag Berlin 2000.
  • Frank Noack: Veit Harlan. Des Teufels Regisseur. München 2000.

Diese vier Biographien sollen nun in einem Internet-Colloquium diskutiert werden. Es wird in drei Schritten durchgeführt. Der erste besteht aus filmhistorischen Online-Recherchen zu den vier umstrittenen Büchern. Sie sollen das Pro und Contra verdeutlichen und gegebenenfalls vertiefen.

Dabei werden Inhaltsangaben zu überprüfen sein, Fußnoten, Forschungsliteratur und Register zu den vier Büchern, weitgehend gespeist aus Daten, die im Netz zwar existieren, aber von den Suchmaschinen nur mit Hilfe eines filmhistorischen Sachverstandes gefunden werden können.

Die Ergebnisse dieser Recherche werden von einer zweiten Gruppe (Online-Gruppe) im Netz zu Verfügung gestellt, und zwar als Online-Referenz zu den vier Büchern. Sie sind eine Mischung aus einer Sammlung von Links und Mirrors und eigenen Texten.

In der dritten Runde findet ein schriftliches Streitgespräch in einem Kino-Chat statt, in dem die Autoren der Bücher und deren Kritiker aufgefordert werden zu prüfen, ob aufgrund der neuen Datenlage eine filmgeschichtliche Revision nötig ist.

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