maak.fischer

diplom medienberater

Sommersemester 2006

Auszug aus dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis der Medienberatung

LV: 0134L048

SE: Archive im Internet

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien werden nicht nur als nützliche Verständigungshilfen verstanden und geschätzt, was sie ja praktisch immer waren und auch in Zukunft bleiben, sondern bekommen dann und wann auch den Status einer „zweiten Wirklichkeit“ verliehen, in der Diskussion gebildeter Laien. Es gibt nicht wenige Medienphilosophen, die diesen „Begriff“ zu einer Ontologie und Metaphysik der Medien ausbauen, selbstverständlich begleitet von der berufsmäßigen Talk Show Rhetorik.

Aber um diese kultur- und medienphilosophischen Unterhaltungen, so geistreich sie auch scheinen mögen, geht es im Sommersemester nicht, sondern um eine erste nüchterne medienwissenschaftliche Bestandsaufnahme der Internettechniken, die einen direkten Zugriff auf die Primärquellen in den Archiven erlauben.

Meine Gäste haben beruflich mit Archiven in Berlin, Potsdam, Baden-Baden und Graz zu tun. Sie werden ihre Sammlungen vorstellen und mit den Teilnehmern der Lehrveranstaltung über die Möglichkeiten und Grenzen diskutieren, Bestände zu vernetzen und per Internet zur Verfügung zu stellen, etwa mit Hilfe von Online-Findmitteln, Suchmaschinen und Portalen für Medienhistoriker, aber auch für Medienmacher, insbesondere für junge Dokumentarfilmer, deren Vorbilder Alexander Kluge sind, Horst Königstein, Heinrich Breloer und Guido Knopp.

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